Ausflugstipp Harz: Wandern mit Hund im WeltWald Bad Grund

Es gibt kaum bessere Spots im Harz, an denen sich der deutsche Indian Summer eindrucksvoller zeigt als im WeltWald Bad Grund. Das Arboretum entstand im Jahre 1975 und beherbergt mehr als 600 Gehölze aus aller Welt auf einer Fläche von rund 100ha. Die vielfältigen Bäume und Sträucher dienen dabei nicht nur wissenschaftlichen Zwecken, sondern sollen zudem ein Naherholungsgebiet für die ganze Familie bilden.

Den Zugang zum Areal findest du, wenn du von der B242 zum Parkplatz am Hübichenstein abbiegst. Auf beiden Seiten sind genügend freie Plätze zum Parken. Der Eintritt ist kostenlos, aber du solltest das liebevoll bewirtschaftete Gelände sauber hinterlassen und respektvoll mit der Natur umgehen. Hunde sind ebenfalls willkommen, sollten aber an der Leine bleiben. Viele naturnahe Wege mit einer Länge von insgesamt 12km führen dich durch den Wald. Du kannst Bäume, Sträucher, Büsche und Gehölze aus Europa, Nordamerika und Asien entdecken. Zahlreiche Infotafeln weisen dir den Weg und erklären dir die verschiedenen exotischen Arten. Neben eindrucksvollen Mammutbäumen lernst du hier auch den Weinblatt-Ahorn, die Gurken-Magnolie oder Tulpenbäume kennen.

Indian Summer im Harz

Neben der Rhododendronblüte im Mai ist besonders der Harzer Indian Summer die schönste Zeit des Jahres, um den WeltWald zu besuchen. Der Hundepapa, Barney und ich haben gestern tatsächlich den letzten warmen Herbsttag genutzt, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen und die intensiven Gerüche dieses doch etwas anderen Waldes aufzusaugen. Die Laubfärbung ist wundervoll. Zwar sind einige Bäume bereits kahl, dafür erstrahlen andere Gehölze in Feuerrot oder leuchtendem Gelb. Wir lassen uns treiben, folgen dem Birkenweg, zweigen ab auf den Bergweg und finden uns plötzlich im Himalaya und kurz darauf zwischen riesigen Mammutbäumen wieder. Gestartet sind wir auf dem etwa 4km langen Herbstlaubweg, der besonders schön im September und Oktober sein soll. Um ehrlich zu sein fällt es sehr schwer auf einer Route zu bleiben. An jeder Ecke siehst du etwas Neues, das dich sofort neugierig macht. So sind wir schließlich auf dem Entdeckerpfad mit Entdeckerturm und sogar einer Hängebrücke gelandet. Barney ist das allerdings gar nicht geheuer, aber er hat den Weg über die schwingende Konstruktion tapfer gemeistert. Die untergehende Sonne zwingt uns leider zum Rückweg. Wie gern wären wir sonst noch geblieben. Nächstes Mal bringen wir mehr Zeit mit. Für deinen Besuch im WeltWald solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Festes Schuhwerk und etwas zu trinken sind ebenfalls von Vorteil, denn du legst auf den Wegen den ein oder anderen Höhenmeter zurück.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.