Mit der ErlebnisCard durch die Lüneburger Heide

Mit der ErlebnisCard durch die Lüneburger Heide

Sommerzeit ist Reisezeit und somit definitiv die schönste Zeit des Jahres. Wer viel sehen und erleben möchte, wird merken, dass ein Urlaub recht schnell ins Geld gehen kann. Wenn in dir auch ein Sparfuchs steckt, solltest du bei deinem Besuch in der Lüneburger Heide die kostenfreie ErlebnisCard nutzen und kannst so ganz easy deine Reisekasse schonen. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was die ErlebnisCard alles kann und wo du sie nutzen kannst.

Vorteile der ErlebnisCard

Die ErlebnisCard ist eine Vorteilskarte, die du bei deinem Gastgeber kostenfrei beim Check-in bekommst. Teilnehmende Unterkünfte findest du auf der Homepage der ErlebnisCard. Mit dieser Karte erhältst du bei mehr als 130 Partnern Ermäßigungen oder kleine Geschenke – in der gesamten Region der Lüneburger Heide. So kannst du beispielsweise in Freizeit- und Wildparks, bei Attraktionen, in Thermen und Fitnesscentern, in Cafés und Restaurants und beim Einkaufen bares Geld sparen. Im Serengeti-Park Hodenhagen, in dem Hunde auch erlaubt sind, bekommst du beispielsweise 2 Euro Preisnachlass auf einen Tageseintritt. Neben den bekannteren Freizeiteinrichtungen wie dem Heide Park Soltau, dem Weltvogelpark Walsrode, dem Wildpark Lüneburger Heide und dem Center Parcs Bispinger Heide, hast du mit der ErlebnisCard die Chance, noch eher unbekannte Attraktionen und echte Geheimtipps kennenzulernen. Deine ErlebnisCard kannst du beliebig oft verwenden.

ErlebnisCard und Hund – was geht?

Barney und ich durften die ErlebnisCard auf Hundetauglichkeit testen und haben im Folgenden unsere Tipps für dein Wochenende in der Lüneburger Heide zusammengestellt.

# 1 Café und Restaurant Mühlwerk

Das Mühlwerk in Lünzen bei Schneverdingen bietet zusätzlich zum gastronomischen Betrieb regionale Produkte im eigenen Hofladen an. Zum Teil werden diese sogar selber hergestellt. Du kannst also hausgemachten Käse, geräuchterten Fisch, Marmeladen und diverse Gerichte im Glas kaufen. Dekorationsartikel aus umliegenden Handarbeitsbetrieben runden das Angebot ab. Im Rahmen der ErlebnisCard erhältst du eine Tasse Kaffee oder Tee und ein Stück Kuchen oder Torte nach Art des Hauses für 6 Euro. Hunde sind sowohl innen als auch im Außenbereich willkommene Gäste. Wasser für sie steht immer bereit und das Personal hat uns sehr freundlich empfangen.

Im Café MühlWerk mit der ErlebnisCard
Im Café MühlWerk mit der ErlebnisCard

#2 Mit dem Heide-Kanu auf der Luhe unterwegs

Auch wenn du keine Wasserratte bist: Eine Kanu-Tour gehört auf jeden Fall zu deinem Besuch in der Lüneburger Heide und verspricht einen riesengroßen Spaß. Beim Team vom Heide-Kanu kannst du aus diversen Routen auf den Flüssen Luhe, Seeve und Ilmenau die perfekte Wasser-Wanderung auswählen oder ein Kanu oder Kajak für einen oder mehrere Tage mieten. Viele Kanu-Touren sind für Anfänger und Familien geeignet und somit auch für Einsteiger mit Hund. Mit deiner ErlebnisCard erhältst du 1 Euro Preisnachlass. Wir haben uns für eine 10,5 Kilometer Tour auf der Luhe entschieden. Gestartet sind wir in Luhmühlen, wo wir auch immer beim StrongDog teilnehmen. Nach einer kleinen Einführung haben wir unsere Wertgegenstände in einer wasserdichten Tonne verpackt, das Kanu mit viel Muskelkraft zu Wasser gelassen und sind losgepaddelt. Barney kannte die Vorgehensweise bereits aus dem Spreewald, wo wir im Kanadier unterwegs waren und hat sich direkt zwischen meinen Beinen auf dem Boden eingekringelt. Die ersten zwei Kilometer hat er neugierig zu allen Seiten geschaut, aber dann sind ihm die Augen zugefallen und er hat das beruhigende Schaukeln nunmehr im Schlaf wahrgenommen.

Kanu-Wandern mit Hund auf der Luhe
Kanu-Wandern mit Hund auf der Luhe

Gänzlich entspannt war die Tour jedoch nicht, da wir einige Hindernisse überwinden mussten. Stromschnellen sorgten für Action und Abkühlung, erforderten aber auch viel Konzentration, weil wir die exakte Position zum Überfahren finden mussten. Zweimal haben wir uns ordentlich festgesetzt und kamen beim ersten Mal nur mithilfe anderer Kanuten weiter. Schließlich mussten wir auch noch ein Wehr passieren und das Kanu aus dem Wasser heben, umtragen und an anderer Stelle wieder zu Wasser lassen. Nach gut drei Stunden sind wir in Garstedt gelandet – mit beginnendem Muskelkater, aber glücklich. Das Kanu kannst du direkt vor Ort lassen, aber um den Transfer zu deinem Auto musst du dich selber kümmern oder zurückwandern. Wenn du ebenfalls mal eine Kanu-Tour mit Hund ausprobieren magst, empfehle ich dir ruhiges Gewässer und eine kurze Tour ohne Wehr-Umgehung. Gehe mit deinem Hund vorher eine große Runde spazieren, um ihn körperlich und mental etwas müde zu machen und vorab alle Geschäfte erledigen zu lassen. Nimm dir beim Einstieg ins Boot oder Kanu genügend Zeit. Bei uns klappt es immer am besten, wenn ich zuerst einsteige und ihn dann locke. Eine (wasserdichte) Decke kann auch hilfreich sein, wenn der Hund diese mit seinem Platz assoziiert. Bleib ganz ruhig und ärgere dich nicht, wenn die Angst oder Panik überwiegt. Beim nächsten Versuch wird es besser und eurem gemeinsamen Abenteuer auf dem Wasser steht nichts im Wege.

Kanu-Wandern mit Hund auf der Luhe
Die Luhe – ein artenreiches Naturparadies

#3 Wildpark und Baumwipfelpfad

Der artenreichste Wildpark des Nordens befindet sich in Hanstedt-Nindorf direkt in der Lüneburger Heide. Mehr als 1.200 Tiere und 130 Arten kannst du dort entdecken. Fütterungen und Greifvogel-Flugshows lassen dich den Tieren ganz nahe kommen. Auch wenn ich Tiere lieber in freier Wildbahn beobachte, finde ich die Aufgabe von Wildparks wichtig und richtig. Nur was du kennst, schützt du und wenn Kinder sensibel an die Themen herangeführt werden, schaffen es vielleicht nachfolgende Generationen den Natur- und Tierschutz voranzutreiben. Mit der ErlebnisCard sparst du 1,50 Euro auf den Eintrittspreis. Hunde dürfen angeleint mit in den Park. Einen Steinwurf entfernt befindet sich der Baumwipfelpfad Heide Himmel. Hier kannst du oberhalb der Baumwipfel entlangwandern und tolle Fernblicke genießen. Nutzer der ErlebnisCard sparen hier 1 Euro auf den Eintritt. Leider dürfen Hunde nicht mit, können aber in großen Boxen warten – immerhin eine bessere Alternative als der stickige Kofferraum im Auto.

Wild-Park Lüneburger Heide
Wild-Park Lüneburger Heide

#4 Der kleine Speicher

Zugegeben: Ich liebe Deko in allen Variationen. Und eigentlich bringe ich aus jedem Urlaub immer eine Kleinigkeit für die Daheimgebliebenen mit. Der kleine Speicher in Bispingens Stadtmitte ist einfach perfekt dafür. Du kannst nach Herzenslust stöbern und sparst mit der ErlebnisCard 10% auf einen Einkaufswert ab 50 Euro. Glaube mir – die sind schnell erreicht, wenn du annähernd so dekoverrückt bist wie ich. Der kleine Speicher ist nicht nur ein handelsüblicher Souvenirladen mit überteuerten Preisen und Kitsch aus Asien, sondern bietet regionale handgefertigte Produkte, tollen Schmuck, leckere Tees und Liköre und sogar heidetypische Schnuckenfelle.

Der kleine Speicher in Bispingen
Der kleine Speicher in Bispingen

#5 Chilli Manufaktur

“Das Essen ist viel zu langweilig, ohne den Genuss von Chilis!” ist das Motto der Chilli Manufaktur in Soltau. Die Öffnungszeiten des Familienbetriebs sind eher begrenzt, aber dafür findest du mittwochs, freitags und samstags neben hauseigenen Produkten eine tolle Atmosphäre im Hofladen vor. Ich bin erstaunt, wie vielfältig Chili eingesetzt werden kann. Im Laden erhältst du neben scharfen und milden Gewürzmischungen auch Brot, Käse, Öle, eingelegte Chili-Schoten und sogar Marmeladen. Kaufst du für 20 Euro oder mehr ein, bekommst du eine Chili-Spezialität im Wert von 3 Euro geschenkt.

Chilli-Manufaktur (ErlebnisCard Lüneburger Heide)
Chilli-Manufaktur Soltau in der Lüneburger Heide

Wanderungen mit Hund in der Heide

Die Lüneburger Heide ist ein Wanderparadies für Zwei- und Vierbeiner. Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, welches das älteste Niedersachsens ist, besteht das gesamte Jahr über Leinenpflicht zum Schutz der Wildtiere. Dafür wirst du mit einer Artenvielfalt belohnt und kannst mit etwas Glück gefährdete Vogelarten wie die Braun- oder Schwarzkehlchen oder Birkhühner beobachten.

#1 Tour durch das Pietzmoor

Das größte zusammenhängende Moorgebiet in der Lüneburger Heide findest du bei Schneverdingen. Das Pietzmoor gibt es bereits seit mehr als 8.000 Jahren und ist inzwischen zwar kein Geheimtipp mehr. Du findest dort jedoch – besonders in den Abendstunden – eindrucksvolle Fotomotive und kannst dich in den Sommermomenten am Fotografieren von Libellen versuchen. Der Rundweg, welcher zumeist auf Bohlenstegen verläuft, ist etwa 5 Kilometer lang und auch für ungeübte Wanderer sehr gut zu gehen. Im Frühsommer steht das Wollgras in voller Blüte, während Herbst und Winter mystische Stimmungen erzeugen. Im Sommer lohnt es sich wachsam zu sein, denn dann genießen Kreuzottern die warmen Sonnenstrahlen. Am besten startest du direkt am Schäferhof in der Heberer Straße in Schneverdingen. Verlaufen kannst du dich nicht. Auch Barney hat trotz Leinenpflicht die kleine Wanderung sehr genossen. Wir sind durch Schwärme von intensiv blau leuchtenden Libellen gelaufen, haben heimlich eine Entenfamilie beobachtet und Ausschau nach Birkhühnern und Kreuzottern gehalten.

Unterwegs im Pietzmoor bei Schneverdingen
Unterwegs im Pietzmoor bei Schneverdingen

#2 Rundtour vom Hof Tütsberg

Wenn du Ruhe suchst, bist du am Hof Tütsberg genau richtig. Der Hof, welcher auch gleichzeitig ein Hotel ist, liegt 3 Kilometer von der nächsten Straße entfernt und ist mit dem benachbarten Wanderparkplatz ein idealer Ausgangspunkt für eine ausgiebige Wandertour durch das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Weitläufige Heideflächen mit fantastischen Ausblicken warten darauf entdeckt zu werden und mit etwas Glück siehst du sogar Heidschnucken. Wir haben uns auf dieser Tour einfach treiben lassen, unterwegs ein paar Geocaches eingesammelt und schattige Plätze gesucht. Für Barney war es mit 28 Grad viel zu heiß. Es war herrlich auf den sandigen Wegen zu laufen und das muntere Treiben von fleißigen Bienen und Schmetterlingen zu beobachten. Weite Flächen waren vom Heidekraut gesäumt, die sich während der Blütezeit zu einem leuchtenden lila Teppich verwandeln werden. Unser Weg führte uns bis nach Oberhaverbeck, wo wir uns am Calluna-Imbiss ein kaltes Getränk holten. Sogar Barneys Trinkflasche wurde wieder aufgefüllt. Direkt nebenan befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem du nachts auch mit Van stehen kannst. Aufgrund der Hitze haben wir uns von dort aus wieder auf den Rückweg gemacht und sind am Wulfsberg mit seinen alten Eichenbeständen wieder zurück zum Hof Tütsberg gewandert. Für die 9 Kilometer haben wir inklusive Pausen und Geocaches finden, insgesamt 3 Stunden gebraucht.

Spaziergang um den Tütsberg in der Lüneburger Heide
Spaziergang um den Tütsberg in der Lüneburger Heide

#3 Zum Sonnenuntergang auf den Wilseder Berg

Wer mich kennt, der weiß, dass ich schöne Ausblicke liebe. Wenn diese Ausblicke mit einem Sonnenuntergang oder -aufgang kombiniert werden, bin ich das glücklichste Menschenkind aller Zeiten. So konnte ich es mir nicht nehmen lassen, am Abend noch einmal nach Oberhaverbeck zu fahren, um von dort aus zum Wilseder Berg zu gehen. Auch wenn du im Sommer bis 23 Uhr unterwegs bist – es lohnt sich auf jeden Fall. Die Abendstimmung in der Heide ist unvergleichbar schön, du bist hautnah dabei, wie alles zur Ruhe kommt und verschmilzt als stiller Beobachter mit zunehmender Dunkelheit. Barney war inzwischen auch wieder fit und hochmotiviert für den abendlichen Spaziergang. Der Weg zum Wilseder Berg ist von Oberhaverbeck perfekt ausgeschildert. Du folgst dem Heidschnuckenweg, den ich unbedingt im Winter mal laufen möchte. Mit 169,2 Metern ist der Wilseder Berg wahrlich kein Riese, aber der Ausblick hat es dennoch in sich. Bei ganz klarer Sicht kannst du sogar den Hamburger Fernsehturm sehen. Nimm dir am besten ein Radler oder einen leckeren Wein mit und genieße den Sundowner auf einem der Bänke auf dem Plateau (bitte Verpackungsmüll und Essensreste wieder mitnehmen). Für die 9 Kilometer solltest du 3-4 Stunden einplanen und am besten eine gute Stirnlampe für den Rückweg dabei haben.

Sonnenuntergang am Wilseder Berg
Sonnenuntergang am Wilseder Berg

Hinweis: Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit der ErlebnisCard Lüneburger Heide. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. Außerdem sind Affiliate-Links enthalten: Wenn du über einen dieser Links etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass du mehr bezahlst. Dies dient der Erhaltung meines Blogs. Danke für deine Unterstützung.

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2 Kommentare

  1. Hallo Maddie

    Ich habe Ihre frische Art zu berichten genossen und konnte mich direkt an die Orte hineinversetzen. Auch die Art und Weise wie Sie über die “Hundetauglichkeit” berichten finde ich prima.
    Ich habe richtig Lust bekommen die Lüneburger Heide mit Hund zu durchwandern.
    Danke

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Selfie

Maddie ist neben ihrem Job als Marketingmitarbeiterin, Fotografin und Bloggerin sehr gerne in der Natur unterwegs. Seit dem Sommer 2016 begleitet sie dabei ihr treuer vierbeiniger Weggefährte Barney und manchmal auch der Hundepapa. Nach ausgiebigen Touren bloggt sie darüber.

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